Kirgisistan ist ein Land der natürlichen Kontraste. Hohe Berge, die mit Gletschern bedeckt sind, gehen in fruchtbare Täler über, durch diese Täler fließen unzählige Flüsse, und auf schneebedeckten Gipfeln liegen unbeschreiblich schöne Seen – all das ist Kirgisistan.
Die Große Seidenstraße führte durch das Gebiet Kirgisistans, und entlang dieser Route kann man noch heute die Ruinen von Karawansereien und Siedlungen sehen. Nicht nur Waren wurden hier gehandelt, sondern auch Wissen, Traditionen und Bräuche anderer Länder wurden über diese „Autobahn“ der Vergangenheit weitergegeben. Vielleicht deshalb sind in Kirgisistan verschiedene Kulturen eng miteinander verflochten: das nomadische Leben – dessen Elemente sich noch immer in den Hochgebirgsweiden erhalten haben – und das sesshafte Leben, dessen Spuren noch heute von türkischen und europäischen Archäologen entdeckt werden.
Die Perle Kirgisistans ist der Issyk-Kul-See, der das ganze Jahr über eisfrei bleibt. Auch heute gibt es in Kirgisistan viele gut erhaltene Denkmäler antiker Zivilisationen: der heilige Suleiman-Berg („Salomo“) in Osch, die uralten Walnusswälder von Arslanbob – die größten der Welt –, heiße Thermalquellen in Dschalalabat, die Karawanserei Tasch Rabat, der Burana-Turm und die weltweit größte Konzentration von Petroglyphen in Saimaluu Tasch. Die Republik liegt im Zentrum des eurasischen Kontinents an der Kreuzung der Luftverbindungen zwischen Ost und West, Nord und Süd.

Kirgisistan liegt im nordöstlichen Teil Zentralasiens und umfasst das Gebiet des Tian-Shan-Gebirges sowie den nördlichen Ausläufer der Pamir-Alai-Berge. Die Grenzen verlaufen größtenteils entlang natürlicher Barrieren – den Rändern hoher Gebirgsketten und Flüsse –, aber in einigen Gebieten erstrecken sie sich auch über die Ebenen des Tschüi-, Talas- und Fergana-Tals.
Fläche: 198,5 Tausend Quadratkilometer (86. Platz weltweit).
Gebirgsanteil: 94 % des Staatsgebiets sind von Bergen bedeckt.
Ausdehnung: 900 km von West nach Ost, 420 km von Nord nach Süd.
Gemeinsame Grenzen mit: Kasachstan (1.113 km), China (1.048 km), Tadschikistan (972 km), Usbekistan (1.374 km).
Höchster Punkt: Pobeda-Pik, 7.439 m
Tiefster Punkt: Leylek-Region, 401 m
Bevölkerung: 5.576.600 (33,6 % städtisch, 66,4 % ländlich)
Lebenserwartung: 70,6 Jahre
Verwaltungseinheiten: 7 Regionen
Hauptstadt: Bischkek (923.000 Einwohner)
Religion: Islam 75 %, Orthodoxie 20 %, andere 5 %
Sprache: Kirgisisch (Amtssprache), Russisch ebenfalls bedeutend
Währung: Som (1 Som = 100 Tiyin)
Zeitzone: UTC +5
Extrem kontinentales Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Alle Klimazonen der Nordhalbkugel außer der Tropenzone sind vertreten.
Temperaturen: Januar: -1 °C bis -8 °C (Ebene), -27 °C (Gebirge). Juli: +15 °C bis +27 °C (Ebene), +5 °C (Gebirge)
Niederschlag: Osten 180 mm, Südwesten 1.000 mm, westl. Issyk-Kul: 100 mm

Wechsel zwischen Gebirgsketten und Becken. Vegetation: Wüsten, Steppen, Wälder, alpine Wiesen, Tundra, Moore.
Vorkommen: Gold, Quecksilber, Antimon, seltene Erden, Zinn, Wolfram, Kohle, Eisen, Aluminium, Beryllium, u.a.
Über 3.500 Flüsse. Alle Wasserquellen stammen aus dem eigenen Gebiet. Wichtige Flüsse: Syrdarja, Amudarja, Tschüi, Talas, Ili etc. Gletscher und Schnee bedecken 4,1 %.
Ökotourismus mit zahlreichen Nationalparks und Reservaten. Viele Tierarten im Roten Buch, ethnografischer Tourismus.
6 Nationalparks, 8 staatl. Schutzgebiete, 10 Wälder, 23 botanische, 17 geologische, 15 Jagdgebiete, 1 Biosphärenreservat (Issyk-Kul).

Religiöse Feiertage: Ramadan Hait, Kurban Hait
Flagge: Rotes Feld, goldene Sonne mit 40 Strahlen und Tyundyuk in der Mitte – symbolisiert Mut, Einheit und das Vaterhaus.
Wappen: Gerfalke mit ausgebreiteten Flügeln, Berge von Ala-Too, Sonne. Symbolisiert Freiheit und Heimatliebe. Genehmigt 1994.

Landesvorwahl: +996
Regionale Vorwahlen: