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Haben Sie jemals einen Wald gesehen, der 100 Millionen Jahre alt ist? Ein solcher Wald existiert noch in Uchkuduk, doch heute ist er zu Stein geworden.

Laut Forschungen wurden die endlosen Wüsten der Kysylkum vor Millionen von Jahren von den Wellen des alten Tethys-Ozeans überflutet. Inmitten der Wüstensande wurden verschiedene Meeresmuscheln, Walfischzähne und Knochen sowie sogar versteinerte Überreste eines Entenschnabeldinosauriers entdeckt. Doch es gibt einen noch faszinierenderen Ort in dieser Region, der Touristen aus aller Welt anzieht: ein einzigartiges geologisches, paläontologisches und historisches Naturdenkmal im Gebiet Jarakuduk, 30 Kilometer vom Dorf Mingbulak im Bezirk Uchkuduk in der Region Navoi entfernt – der außergewöhnliche versteinerte Wald.

In neun Schluchten dieses Gebiets, das sich über 30 Quadratkilometer erstreckt, findet man zwischen Felsen und Meeresablagerungen Gesteinsformationen, die riesigen Röhren ähneln. Diese fossilen Bäume des uralten Waldes erreichen eine Höhe von bis zu 4 Metern. Hunderte von erhaltenen Baumstammfragmenten wurden hier entdeckt. Detaillierte Untersuchungen der inneren Teile dieser Steinbäume, einschließlich Kohlenstoffanalysen, bestätigen das Vorhandensein von Holzresten. Auch Spuren von Blättern, die mit erstaunlicher Genauigkeit erhalten geblieben sind, belegen den biogenen Ursprung dieses versteinerten Waldes.

Wissenschaftliche Hypothesen legen nahe, dass dieses Gebiet vor etwa 95–100 Millionen Jahren, in der ersten Hälfte der späten Kreidezeit, ein dichter Wald war, in dem Ahorn, Lorbeer, Magnolien und andere Bedecktsamer wuchsen. Im Laufe der Zeit mineralisierten diese Bäume und verwandelten sich in Stein, während sie in aufrechter Position blieben.

Der einzigartige versteinerte Wald wurde 1919 vom Geologen und Professor Andrei Archangelski entdeckt. Einige Quellen erwähnen, dass die Jarakuduk-Schlucht bereits 1916 erstmals beschrieben wurde.

Eine internationale Expedition, an der Wissenschaftler aus Usbekistan, Russland, Großbritannien, den USA und Kanada beteiligt waren, leistete bedeutende Beiträge zur Erforschung der kreidezeitlichen Ablagerungen der Kysylkum und des Steinwaldes von Jarakuduk. Der Paläontologe Lew Nessow widmete 20 Jahre seines Lebens der Erforschung des versteinerten Waldes. Im Jahr 1994 organisierte Nessow gemeinsam mit dem amerikanischen Professor James David Archibald eine Expedition nach Jarakuduk. Weitere Expeditionen folgten, finanziert von der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA und der National Geographic Society.

In den Ablagerungen von Jarakuduk wurden fossile Überreste verschiedener Organismen gefunden, hauptsächlich von Wirbeltieren. Etwa 200 Gattungsgruppen, die mindestens 70 Familien zugeordnet werden können, wurden identifiziert: Skelettfragmente uralter Wirbeltiere, Zähne von Süß- und Salzwasserhaien, Überreste von Knorpel- und Knochenfischen wie Rochen, Haifischwirbel, Schildkrötenpanzer, Krokodilszähne, Vogelknochen, Spuren von Säugetieren, Fossilien von Amphibien, riesigen pflanzenfressenden Dinosauriern, wirbellosen Tieren und zahlreichen Pflanzenarten.

Wissenschaftliche Studien bestätigen auch, dass Jarakuduk vor Millionen von Jahren ein üppiger, grüner Wald war. In ferner Vergangenheit wurden diese Ländereien von warmen Meeresbuchten umspült, entlang derer hohe Wälder wuchsen. Später wurden sie von marinen und fluvialen Ablagerungen überdeckt, und die Baumstämme mineralisierten, versteinerten allmählich und behielten dabei ihr ursprüngliches Aussehen und ihre Struktur bei.

Heute ist der versteinerte Wald gut erforscht von Wissenschaftlern und Geologen. In den letzten hundert Jahren wurden hier zahlreiche sensationelle Entdeckungen gemacht. Untersuchungen des Instituts für Mineralressourcen der Republik zeigen, dass es weltweit keinen anderen Ort gibt, der mit der Vielfalt und Anzahl der hier gemachten Funde vergleichbar ist. Die Fossilien belegen, dass die Region Kysylkum einst Teil eines globalen Ozeans war.

Die entdeckten Überreste bestätigen, dass die natürliche Umgebung der Region aufgrund des warmen und milden Klimas der späten Kreidezeit außergewöhnlich schön und vielfältig war. Hier lebten Kreaturen von winzigen Planktonorganismen bis hin zu 15 Meter langen Ichthyosauriern und Plesiosauriern, während goldene Algen, die hier wuchsen, inzwischen zu Stein geworden sind.

Wenn Sie dieses paläontologische Freilichtmuseum besuchen und den versteinerten Wald mit eigenen Augen sehen möchten, können Sie ungefähre Richtungsangaben online finden: 30 Kilometer vom Dorf Mingbulak und 50 Kilometer von der Autobahn Uchkuduk-Mingbulak entfernt. Allerdings gibt es in der Wüste keine genauen Wegweiser. Wer allein dorthin reist, könnte sich verirren und den Steinwald nie finden. Am besten reist man mit einem erfahrenen Führer, der die Gegend gut kennt.

Die entdeckten Fragmente werden im Staatlichen Geologischen Museum, im Historischen Museum der Region Navoi, im Museum der Geschichte des Bergbau- und Metallurgiekomplexes von Navoi sowie in den Geschichtsmuseen von Zarafshan und Kysylkum aufbewahrt. Derzeit arbeitet eine neue Generation von Forschern und Geologen in Jarakuduk. Es ist daher nicht verwunderlich, dass uns in diesem bemerkenswerten Ort noch viele weitere Entdeckungen und Funde erwarten.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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