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Das Geheimnis der heiligen Fische des Chashma-Komplexes in Nurata

Video: https://www.youtube.com/watch?v=_kVLPyJsGmU

Zweihundert Kilometer westlich von Samarkand liegt die antike Stadt Nurata. Sie befindet sich in der Region Navoiy, etwa fünfzig Kilometer vom gleichnamigen regionalen Zentrum entfernt.

Nurata erhielt erst 1976 den Status einer Stadt, zuvor galt es als städtisches Dorf und davor als Kishlak (Dorf).

Heute hat Nurata eine Bevölkerung von etwa 90.000 Menschen.

Auf den ersten Blick scheint die Stadt unscheinbar, doch hier gibt es einen heiligen Ort namens Chashma, dessen Geschichte Tausende von Jahren zurückreicht.

Eine Stadt mit legendärer Herkunft

Es wird angenommen, dass die Stadt von Alexander dem Großen selbst gegründet wurde, der den Bau einer Festung mit dem Namen Nur anordnete. Archäologische Forschungen haben bewiesen, dass die Festung tatsächlich von den Griechen während der Ostfeldzüge Alexanders des Großen im 4. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurde.

Bis heute sind die Ruinen dieser Festung sichtbar. Trotz Witterungseinflüssen, Naturphänomenen und anderen Faktoren sind noch die dicken Mauern und starken Türme erhalten geblieben. Man kann hier auch noch deutlich die typischen ungebrannten Ziegel der Griechen sehen, die damals in einem standardisierten Format beim Bau verwendet wurden.

Ob Alexander der Große die Festung persönlich besucht hat, lässt sich heute schwer sagen.

Das Chashma-Heiligtum und die Entwicklung von Nurata

Im Mittelalter beschrieb der Historiker Narshakhi Nurata als ein Dorf innerhalb von Buchara. Er erwähnte, dass sich in diesem Gebiet eine Freitagsmoschee sowie zahlreiche Pilgerstätten befanden.

Aufgrund seiner Lage im Vorgebirge hatte dieser Ort eine wichtige strategische und logistische Bedeutung.

Ab dem 16. Jahrhundert wurde die Stadt Teil des Buchara-Khanats. Zu dieser Zeit, im 16.–17. Jahrhundert, entstand am Fuß der griechischen Festung der Chashma-Komplex, in dem Moscheen, Mausoleen und andere islamische Heiligtümer errichtet wurden.

Ein Beispiel ist die Chil-Stun-Moschee, die ursprünglich im 10. Jahrhundert erbaut und bis ins 16. Jahrhundert mehrmals umgebaut wurde. Diese Moschee besaß ein Iwan mit 40 Säulen, worauf auch ihr Name verweist.

Ein weiteres bedeutendes Bauwerk ist das Mausoleum von Heiliger Nur-Ota, was auf Usbekisch „heiliger Vater“ bedeutet. Sein eigentlicher Name war Scheich Abul Hasan Nuri. Der Legende nach war dieser Mann ein Begleiter des Propheten Muhammad und der erste, der den Islam in dieser Region verbreitete.

Es gab jedoch auch andere Theorien zur Bestattung im Chashma-Komplex. Früher wurde sogar behauptet, dass Alexander der Große selbst hier begraben sei.

Das Geheimnis des Namens „Nurata“ und der heiligen Quelle

Der Name „Nur“ ist an sich bemerkenswert:

✔ Aus dem Usbekischen und Tadschikischen übersetzt bedeutet es „Strahl“ oder „Licht“.

✔ Einer Legende zufolge soll vor 40.000 Jahren ein Meteorit an diesem Ort eingeschlagen sein, der die Region erhellte.

✔ Man sagt, dass durch diesen Einschlag die heilige Quelle entstanden sei.

Diese Quelle existiert seit Urzeiten und wird als heilig angesehen.

Wasser ist Leben. In der Geschichte entstanden alle großen Zivilisationen und Städte in der Nähe von Wasserquellen – so auch hier.

Das Quellwasser versorgte die Region mit trinkbarem Wasser und galt deshalb als heilig.

Seit Jahrhunderten kommen Pilger hierher und glauben fest daran, dass das Wasser heilend ist und alle Krankheiten heilen kann – alles, was es dazu braucht, ist Glaube.

Das Wasser der Quelle friert niemals zu, und zu jeder Jahreszeit kann man in dem kristallklaren Wasser große Schwärme von Marinka-Fischen sehen.

Die heiligen Fische von Chashma

Diese Fische gehören zur Familie der Karpfenfische (lat. Schizothorax) und werden von den Einheimischen als heilig betrachtet.

❌ Niemand fängt diese Fische.

❌ Ihr Verzehr ist streng verboten.

Ein alter Glaube besagt:

💀 Wer eine Marinka aus der heiligen Quelle isst, wird entweder sterben oder an Lepra erkranken.

Doch dieses Verbot hat auch eine wissenschaftliche Grundlage:

✔ Marinka-Fische haben köstliches, fetthaltiges Fleisch, aber ihr Rogen, ihre Kiemen und die schwarze Bauchhaut enthalten im Frühling giftige Substanzen.

✔ In der Antike starben Menschen vermutlich an Vergiftungen durch diese Fische, weshalb das Tabu entstand.

Gelegentlich kann man Einheimische oder Mitarbeiter des Chashma-Komplexes beobachten, wie sie die Fische mit Gras oder Brot füttern – ein faszinierender Anblick.

Ein beeindruckender Blick auf die Natur

Zum Abschluss sei erwähnt:

✔ Wer den Chashma-Komplex besucht, sollte unbedingt auf die Ruinen der antiken Festung hinaufsteigen.

✔ Von dort aus eröffnet sich ein atemberaubender Blick:

Auf der einen Seite die Berge,

auf der anderen Seite die Kysylkum-Wüste.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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