Die Grosse Seidenstrasse

Die Karawanenstraße, die im Altertum und Mittelalter den Orient mit dem Okzident verband, entstand im 2. Jh. vor Chr. und existierte bis zum Ende des 15. Jh. Von der Geschichte ist uns bekannt, dass das Wort «Seidenstraße» mit der kostbaren Handelsware Seide eng verbunden ist, die auf diesem Handelsweg oft gehandelt wurde. Die Seidenraupenzucht war ein streng gehütetes Geheimnis der Chinesen. Ein Geheimnisverräter wurde mit dem Tode bestraft. Deswegen blieb vielen europäischen Ländern, dass Verfahren der Seidenraupenzucht vorenthalten. Für die Entdeckung des östlichen Teils der Seidenstraße spielten die Sogden, die im heutigen Usbekistan gelebt hatten, eine besondere Rolle. Die sogdische Sprache war eine der offiziellen Handelssprachen auf der Seidenstraße. Samarkand, die Perle des heutigen Usbekistans, war eine der wichtigsten Kreuzungen der Karawanenstraßen und für die Entwicklung der Seidenstraße von großer Bedeutung. Die Städte Buchara, Poykent, Termez und Taschkent förderten die Verbreitung der Handelskultur dank ihrer geographischen Lage.
Im V.-VIII. Jh. vor Chr. war der Handel mit Seide durch den Iran nach Byzanz verboten. Deshalb suchten und fanden die sogdischen Kaufleute mit der Unterstützung durch byzantinische und türkische Herrscher von Sogda und Choresm einen Weg vom Kaspischen Meer über die Passstraße von Kaukasus, das Schwarze Meer nach Konstantinopel. Chiwa, eine der ältesten Städte des Landes, erlebte in diesem Bereich der Seidenstraße einen ungeahnten Aufschwung. Seide war für den Westen wohl das außergewöhnlichste Handelsgut, wurde mit Gold und Edelsteinen bezahlt, und byzantinische Imperatoren tauschten die Seide gegen europäische Söldner. Daran kann man ermessen, wie kostbar Seide angesehen wurde. In dieser Zeit war die Seide in den drei großen Reichen (Byzanz, Sassaniden, Türken) das wirtschaftliche Investitionsobjekt Nummer eins. Zu deren Zeit nahm man von Usbekistan nach Westen mit der Seide zusammen das berühmte Papier von Samarkand, die Stickereien und Glaswaren von Buchara, Pfeil und Bogen von Taschkent und Schwerter und Dolche vom Fergana-Tal mit und transportierte vom Westen nach Osten Porzellanwaren, Gewürze aus Iran, aus Indien, und verschiedenste Edelsteine zurück. Als in der zweiten Hälfte des VI. Jh.´s China sein Monopol auf dem Gebiet der Seidenproduktion verlor und nun in Byzanz viel Seide produziert wurde, gab es keinen Bedarf an chinesischer Seide mehr. Die Herstellung von Seide breitete sich über Byzanz langsam nach Transkaukasien und dann bis in die Mittelmeerländer aus und beendete die Geschichte der Seidenstraße.
In Usbekistan versuchte man nach 1994, der Seidenstraße eine neue, jetzt touristische Bedeutung zu geben. Da durch Usbekistan immer die wichtigsten Routen der Seidenstraße geführt hatten, erklärte die staatliche Tourismus-Organisation auf Tagungen in Samarkand und Taschkent Usbekistan zum Zentrum der alten Seidenstraße und legten über 200 Routen fest. Viele dieser Reiserouten laufen durch die berühmten Städte von Usbekistan: Samarkand, Schahrisabz, Buchara, Chiwa, Fergana und Taschkent.
DOCA TOUR» bietet natürlich unterschiedliche Routen an, je nach Ziel und Funktion: speziell abenteuerliche durch Dörfer im Zelt und in der Jurte, ethnische, religiöse, kulturelle, ökologische und archäologische. Die professionellen Reisebegleiter führen Sie durch die Städte der alten Seidenstraße und erzählen von den Routen der Seidenstraße, dem Handel und der Bedeutung der Seidenstraßen.
Herzlich Willkommen in Usbekistan!

